Spaziergang zu Vogts Grub

Bild: Die Doline aus größerer Entfernung.
Aufnahme: Jochen Duckeck
Bild: Blick von Norden in die Doline.
Aufnahme: Jochen Duckeck
Bild: Blick von Westen in die Doline.
Aufnahme: Jochen Duckeck
Bild: Blick von Osten in die Doline.
Aufnahme: Jochen Duckeck

Vogts Grub ist eine der größten Dolinen auf der Schwäbischen Alb. Ihr Durchmesser beträgt 50 Meter und sie ist 10,50 Meter tief. Und das, obwohl sie in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts im großen Stil verfüllt wurde. Nach Erzählungen soll sie ursprünglich etwa 60 Meter Durchmesser und fast die doppelte Tiefe gehabt haben. Ein schriftlicher Nachweis ist dafür jedoch nicht zu finden.

Eine Doline wie diese heißt auf Schwäbisch Erdfall (ausgesprochen Aidfall). Dieser Name weist auch schon auf die Entstehungweise hin. Derartige, relativ steilwandige Dolinen entstehen durch den Einsturz eines großen, darunterliegenden Hohlraums, einer Höhle.

Die Größe des Erdfalls ist dabei aber nicht nur abhängig von der Größe des eingestürzten Hohlraums, sondern auch von dessen Tiefe. Auch der Einsturz eines großen Hohlraums kann an der Erdoberfläche kaum sichtbar sein wenn er tief genug passiert. Der nachrückende Fels löst sich aus seinem Verband und bildet Versturzmaterial mit großen und kleinen meist eckigen Blöcken, die sich gegeneinander verkeilen und so kleine Spalten bilden. Das Volumen des ehemaligen Höhlenraums verteilt sich so auf viele kleine Spalten.

Doch hier bei Vogts Grub muß ein sehr großer Hohlraum, noch dazu relativ nahe an der Erdoberfläche, eingestürzt sein.


Diese Sehenswürdigkeit ist nicht Teil des Rundwanderwegs. Sie kann jedoch in einer halben Stunde von der Tiefenhöhle zu Fuß erreicht werden. Eine Zufahrt mit dem PKW ist nicht möglich. Der kürzeste Zugang ist vom Ortsende im Industriegebiet auf der anderen Seite der Umgehungsstraße möglich.