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| Bild: Der Eingang des Hohlen Stein. |
Der Hohle Stein ist die Ruine einer ehemaligen tiefergelegenen Höhlenhalle. Diese war vielleicht Teil eines großen Höhlensystems, das Wasser der Umgebung in Richtung auf die Urlauter im Eberstal geführt hat.
Mehrere Prozesse der Verwitterung führten dazu, daß die Decke immer dünner und instabiler wurde: durch Korrosion, also chemische Lösung durch CO2-reiches Wasser, wird Kalk an der Oberfläche abgetragen. Gleichzeitig wandert die Höhle sozusagen nach oben, da Steine von der Decke brechen und sich am Höhlenboden ablagern. Beide Prozesse führen zum dünner werden der Decke, so daß sie irgendwann einstürzt.
Das Ergebnis wird dann als Erdfall oder als Einsturzdoline bezeichnet. Es ist in Karstgebieten sehr häufig, doch meist wird dabei die darunter liegende Höhle verfüllt oder zerstört und ist nach dem Einsturz nicht zugänglich. Im Falle des Hohlen Steins war der Hohlraum groß genug, so daß er durch den Einsturz nur zum Teil verfüllt wurde.
Der Hohle Stein besitzt lediglich eine einzige große Halle, die 12 Meter lang und 22 Meter breit ist. Die Grundfläche beträgt 260 m2. Er wird deshalb auch manchmal als Überdachungshöhle bezeichnet. Dieser Begriff findet jedoch immer weniger Verwendung.
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| Bild: im Hohlen Stein. |
Durch Frostverwitterung sind bis tief in den Raum hinein Blöcke von der Decke gelöst worden, die sich am Boden anhäufen. Aus früheren Zeiten wird berichtet, daß der Hohle Stein so geräumig gewesen sei, daß man mit einem Heuwagen innen wenden konnte. Dies zeigt, daß sich solche Höhlenruinen relativ schnell wandeln. Irgendwann wird nur noch eine Mulde im Hang übrig bleiben, das dauert aber noch einige zehntausend Jahre!
Eine weitere besondere Eigenschaft derartiger Höhlen ist die Kältefalle. Durch diesen physikalischen Effekt ist die Höhle ganzjahrig deutlich kälter als andere Höhlen, und im Winter bilden sich sogar Eisstalaktiten und -stalagmiten.
Der Fels hat auf der Alb hat in der Tiefe eine Temperatur von etwa 8°C, die dem langjährigen Temperaturmittel an der Oberfläche entspricht. Höhlen haben normalerweise die gleiche Temperatur. Der Hohle Fels verläuft jedoch sackförmig in den Fels hinein und besitzt nur eine Öffnung nach oben, aber keine nach unten. Eine Höhlen-Fortsetzung, die Wärme aus dem Berg heranbringen könnte fehlt ebenfalls.
So sinkt im Winter schwere, kalte Luft in die Höhle ab und die Temperatur sinkt bis unter den Gefrierpunkt ab. Der Fels kühlt auch ab, wenigstens an der Oberfläche. Dennoch kann Sickerwasser aus den Klüften in die Höhle eintreten. Erst in der noch kälteren Höhlenluft gefriert es und bildet jedes Jahr aufs neue vielfältige Eisformationen.
Das Eis ist nicht in jedem Jahr, und nur über den Winter hinweg zu beobachten. Für länger haltendes Eis ist die Höhle zu klein und der Einfluß der Außentemperatur zu groß.
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