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Die Befahrung einer Höhle mit einer Jugendgruppe ohne Einbettung in ein erlebnispädagogisches
Rahmenprogramm wird wohl nur in absoluten Ausnahmefällen einen Sinn machen.
Um den Teilnehmern einer Höhlentour die damit verbundenen Erfahrungsmöglichkeiten
aufzuschließen, wird es nötig sein, ein entsprechendes Rahmenprogramm zu entwerfen. Mit einer Warming up Phase und nachgeschalteten pädagogischen Verantwortungsspielen lässt sich hierfür ein tolles Programm erstellen, dass auch nach der eigentlichen Höhlentour noch nicht vorbei sein muss. Bei den meisten erlebnispädagogischen Aktionen kommt der eigentliche Wert erst durch einen gut gestalteten Rahmen zum Tragen. So wird es dem einzelnen Teilnehmer möglich sein, eine Vielfalt von gemachten Erfahrungen mitzunehmen. Da die Höhle, wie schon erwähnt ein sehr empfindliches Ökosystem darstellt, lässt sich eine Befahrung (mit Gruppe), die zwangsläufig eine Störung für das Ökosystem bedeutet, kaum ohne ein erfahrungserweiterndes erlebnispädagogisches Rahmenprogramm rechtfertigen. |
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| Spielformen | Das erwähnte Rahmenprogramm lässt sich gut mit Spielformen während der Tour ergänzen. Im folgenden sind nur einige gängige Spielformen aufgeführt, die typisch für Höhlenexkursionen sind. |
| Dunkelphase |
(Problematisch bei Karbidbeleuchtung – Gase) Jeder sucht sich einen komfortablen Platz, auf dem er 5-10 min ruhig sitzen kann. Es wird vereinbart, dass niemand spricht und alle Lichter gelöscht werden. Nichts soll die Stille durchbrechen. Alle zusammen sitzen 5-10 min in der dunklen Stille. Mögliche Regeln:
Wenn jemand Angst bekommt, sollte er die Stille unterbrechen. |
| Höhlen-Geschichte | Eine Geschichte über eine Höhle wird vorgetragen. Oder gar eine Gruselgeschichte. Es bietet sich auch an, Platon's Höhlengleichnis vorzulesen (dialogisch). |
| Gruppenaktivität | Man kann z.B. ein gemeinsames Picknick (Höhlenschokolade, Tee, ...) machen oder/und ein Lied/Kanon singen,.... |
| Allein zurück |
In kurzen bis ca. 50 Meter langen leicht begehbaren ungefährlichen Höhlengängen ohne Abzweigung, kann
man jede Person alleine gehen lassen (freiwillig). Dies kann als zusätzliche
Herausforderung auch im Dunkeln durch Vorwärtstasten erfolgen. Wichtig ist,
dass an beiden Enden der Passage eine Leiterperson steht, die gegebenenfalls eingreifen kann. Eine kurze Reflexion des Alleingehens bietet sich an, sofern der Höhlenraum dies zulässt. |
| Solo |
Eine TeilnehmerIn wird von der Leitungsperson zu einem entfernten Höhlenabschnitt gebracht. Die
Leitungsperson läßt die Solo-Person dann ohne Licht alleine zurück, um sie
nach einer vereinbarten Zeit an dieser Stelle wieder zu holen. Die
Leitungsperson darf sich aber nur soweit entfernen, dass noch Rufkontakt
besteht. Nach der vereinbarten Zeit wird der Solo wieder abgeholt. Bei
entsprechenden Bedingungen (was Gruppe und Höhle anbelangt) kann dies auch
von einem Teilnehmer gemacht werden. Der Eingangsbereich einer Höhle bietet
sich an, da der Rest der Gruppe dann im Freien warten kann, und es in der
Höhle ruhig bleibt. Solos sind eine Grenzerfahrung, der man sich dosiert nähern sollte. Eine Reflexion über die gemachten Erfahrungen gehört selbstverständlich dazu. |
| Sich einen Plan machen | Als Reflexion nach der Tour zum Bereich persönliches Erleben/Wahrnehmung kann ein Höhlentopo (Gund- und Aufriss) durch die TeilnehmerInnen gezeichnet werden. Bei jüngeren TeilnehmerInnen bietet sich auch ein "Bild" über die Höhle an. [25] |
| Die erlebinspädagogische Einbettung einer Höhlentour in ein entsprechendes Rahmenprogram wird hier im Sicherheitskonzept nicht weiter vertieft. Weitere Infos hierzu sind der einschlägigen erlebnispädagogischen Literatur zu entnehmen. |
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