Aktuelles aus der Presse

Bei Musik und guter Stimmung Museum eröffnet

"Touristisches Highlight"

Viel Lob für das Engagement der Ehrenamtlichen


Autor: Martina Mitlehner-Heinrich

Südwest Presse, 10.6.2002

Der Höhlen- und Heimatverein Laichingen hat am Sonntag das höhlenkundliche Museum feierlich eröffnet. Dank der engagierten ehrenamtlichen Tätigkeit der Vereinsmitglieder hat Laichingen jetzt ein neues "touristisches Highlight", meinen Sachkenner und viele Besucher.

Bild: Gute Stimmung herrschte am Höhlenrasthaus, als der Höhlen- und Heimatverein das neue Museum eröffnete.

Laichingen Aus Nah und Fern zog es rund 200 kleine und große Menschen zur feierlichen Eröffnung des Höhlenmuseums nach Laichingen. Während die Menschen wegen einsetzender Regenschauer unter den großen Schirmen zusammenrückten, blätterte Peter Mayer, Dirigent der Stadtkapelle Laichingen, in den Noten. Ein sonniges Stück musste her. Wenn schon nicht das Wetter, so sollte sich immerhin die Musik dem freudigen Ereignis anpassen.

Dem Vereinsvorsitzenden Rolf Riek war alles andere als Schlechtwetterstimmung anzusehen. Glücklich ist er: "Die letzten Wochen waren hart", meinte Riek, "aber jetzt bin ich erleichtert und zufrieden." Zufrieden ist Riek nicht nur, weil ihm von Bürgermeister Friedhelm Werner ein großer Scheck überreicht wurde: Der Verein wurde von der Stadt Laichingen für das Museumsprojekt mit 15 000 Euro gefördert. Zufrieden ist der Vereinsvorsitzende auch, weil letztendlich alles termingerecht fertig geworden ist.

Geologe Dr. Wolfgang Ufrecht, stellvertretender Vereinsvorsitzender, stellte den Besuchern das Team vor, das das Museum aufgebaut hat: Neben den Vereinsvorsitzenden Jochen Duckeck, Christian Fischer, Richard Frank, Ralf Hiller, Uwe Krüger und Thomas Rathgeber. "Laien darf man sie nicht nennen", sagte Ufrecht über die Helfer, die drei Jahre lang intensiv an Konzept und Durchführung des Projektes arbeiteten: "Diese Laien sind Spezialisten."

Umfeld wird profitieren

"Sie haben dem Meilenstein der Schwäbischen Alb, der Tiefenhöhle, dank herausragender Leistungen die Krone aufgesetzt." Das waren die Worte von Hanns Zander vom Bereich Wirtschaftsförderung und Tourismus des Landratsamtes. "Dies ist ein touristisches Highlight, von dem das gesamte Umfeld profitieren wird." Dann öffneten sich die Pforten des Museums. Während sich die Erwachsenen sogleich der anspruchsvollen Technik widmeten, staunten die kleineren Kinder über das große Bärenskelett, während die älteren Kinder den Fernseher entdeckten und sich konzentriert in die Welt der Höhlenforscher vertieften. Thomas (6) aus Laichingen findet den Bären ganz toll und Alexandra (7) aus Feldstetten findet, dass "der Bär aussieht wie ein Löwe".

Höhlen-Konzert

Daniel Kuschela (14) aus Geislingen gefällt das Modell der Karstlandschaft am besten. Er ist in gewisser Hinsicht allerdings auch kein Laie mehr: Mit seinem Vater ist er Mitglied im Kahlenstein-Höhlenverein in Geislingen-Bad Überkingen.

Ganz am Rande wird ein weiteres Highlight in diesem Jahr geplant. Was hat die Stadtkapelle und die Tiefenhöhle gemeinsam, fragten sich nämlich einige Musikfreunde? Atmosphäre und Akustik, antworteten sie. In einer Bierlaune ist deshalb bei den Musikern die Idee entstanden, im August, kurz vor dem Stadtfest ein Konzert in der Höhle zu organisieren, erzählen Vorstand der Stadtkapelle Jürgen Brändle und Ralf Hiller vom Höhlenverein. Wo die Musiker stehen und wo die Zuhörer sich aufhalten ist noch nicht geklärt. Aber es verspricht spannend zu werden.