Aktuelles aus der Presse

Ein "Glück tief" auf das neue Museum Laichingens

Von unserer Mitarbeiterin Sabine Kühnle

Schwäbische Zeitung, Montag 10.6.2002

Laichingen Mit einem Glas Sekt für alle maßgeblich an der Erstellung des "Höhlenkundlichen Museums" Beteiligten und vielen Gruß- und Dankesworten wurde gestern die offizielle Eröffnung gefeiert. Zahlreiche Interessierte und Freunde konnte Rolf Riek, Vorsitzender des Höhlen- und Heimatvereins Laichingen, zu diesem Anlass begrüßen.


Rieks Dank ging vor allem an die vielen Spender und Gönner sowie ehrenamtlichen Helfer, mit deren Hilfe der Verein diese finanzielle Höchstleistung meistern konnte. Das Amt des "Spendensammlers" hatte vor allem Dr. Wolfgang Ufrecht übernommen, was Bürgermeister Friedhelm Werner als eine besonders harte Nuss betrachtete. Obwohl mit den Arbeiten für das Museum bereits vor zwei Jahren begonnen worden ist, hat sich die Stadt entschlossen, dem Verein eine Förderung nach den seit diesem Jahr gültigen Richtlinien zukommen zu lassen. So überreichte der Laichinger Schultes an Rolf Riek und Dr. Wolfgang Ufrecht einen Scheck über 7352,93 Euro als zweite und letzte Anzahlung auf die Fördersumme von insgesamt 15 000 Euro.

Damit honoriere und anerkenne die Stadt den enormen Aufwand und die hohe Qualität. Hobbyhöhlenforscher könne man hier schon nicht mehr sagen, betonte Werner. Mit einem hohen Maß an Professionalität sei es dem Verein gelungen, Höhlenkunde zu veranschaulichen. Hanns U. Zander als Vertreter des Landrats Dr. Wolfgang Schürle sprach gar von einem "Meilenstein" für die gesamte Schwäbische Alb. Mit diesem Museum habe die Tiefenhöhle ihre Krone aufgesetzt bekommen. Er beglückwünschte den Verein für seine herausragende Leistung. "Für den Tourismus brauchen wir solche Höhepunkte, um die Schwäbische Alb im ganzen Land bekannt zu machen." Thilo Müller, Geschäftsführer des Landesverbands für Höhlen- und Karstforschung Baden-Württemberg, bezeichnete das neue geschaffene "Höhlenkundliche Museum" als ein Zentrum, das seinesgleichen sucht. Mit "Glück tief" wünschte er dem Verein viele Erfolge mit ihrem Museum.

8 Auch das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau würdigte die unermüdliche ehrenamtliche Arbeit der Vereinsmitglieder. Die Eröffnung des Museums sei gleichzeitig Teil einer Reihe von Veranstaltungen, die das Landesamt während des "Jahres der Geowissenschaften" in diesem Jahr geplant hat. Das Landesamt sicherte dem Verein weiterhin seine volle Unterstützung zu.

In seiner abschließenden Rede ging Dr. Wolfgang Ufrecht auf die vielen fachlichen Arbeiten, die für den Museumsaufbau notwendig waren , ein. "Hier waren keine Laien am Werk. Im Laufe der Zeit hat sich jeder ein hohes Fachwissen angeeignet und so mancher spezialisierte sich auf ein Fachgebiet! Überdies wies Ufrecht darauf hin, dass das neue "Höhlenkundliche Museum" keines über die Laichinger Tiefenhöhle sei. Dieses ist im Untergeschoss des Höhlenrasthauses ausgegliedert. Hier gehe es um die "Speleologie", wie Höhlenkunde fachmännisch heißt. Diese umfasst die Archäologie, Biologie, Geologie und Vermessungskunde. "Auf dieser Grundlage wurde das Museum gegliedert und das fachliche Konzept erstellt."

Die Stadtkapelle Laichingen umrahmte die Festivitäten und spielte den vielen Besuchern, die trotz des gemischten Wetters gekommen waren, zur Unterhaltung auf, während der Höhlenverein diese mit Speis und Trank versorgte. Unter fachkundiger Leitung schauten sich einige Besucher sogleich das Museum an.