Am 20.07.2001 wurde eine ständige Ausstellung über die Laichinger Tiefenhöhle für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im Untergeschoss des Höhlenrasthauses untergebracht, soll sie in erster Linie interessierten Personen dienen, um sich vor ihrem Höhlenbesuch mit den Besonderheiten der Laichinger Tiefenhöhle vertraut zu machen.
Die Ausstellung ist ein weiteres Element unter den hochgesteckten Zielen, die sich der Höhlen- und Heimatverein vorgenommen hat, um für das neu begonnene Jahrtausend vorbereitet zu sein und den interessen Höhlenbesucher nachzukommen und natürlich auch neue Besucher anzulocken. Bleibt nun noch die Realisierung des neuen Höhlenmuseums, das ebenfalls von den Vereinsmitgliedern geplant und umgesetzt wird. Es soll zu Saisonbeginn 2002 fertig sein.
Das Büro Bertron, Schwarz und Frey hat die von den Laichinger Höhlenforschern Richard Frank, Ralf Hiller, Rolf Riek, und Wolfgang Ufrecht gefertigten Text- und Graphikentwürfe in ein anspruchsvolles Konzept umgesetzt.
Die Dauerausstellung ist Teil des im Erdgeschoss befindlichen Höhlenmuseums. Sie umfasst Erläuterungstexte, Fotos und Graphiken zu den Themenbereichen Entdeckung, Erforschung, Erschließung, Vermessung und Geologie der Tiefenhöhle. Gleich nachdem der Besucher über die geschwungene Freitreppe in das Untergeschoss gelangt, stößt er auf das lebensgroße Konterfei von Johann Georg Mack, dem Entdecker der Höhle. Daneben sind Fotos von Dolomitsandgruben, wie sei früher auf Schallenlau um die Tiefenhöhle häufig waren, sowie ein Gesteinsverwitterungsprofil von Dolomitgestein aufgebaut. Damit wird die Dolomitsandbildung sowie dessen Abbau in Sandgruben erläutert, bei dem durch Zufall im Herbst des Jahres 1892 die Tiefenhöhle entdeckt wurde. Eine provisorisch gezimmerte Holzleiter präsentiert zusammen mit alten Ausrüstungsgegenständen - Karbidlampe, Seil und Strickleiter - sowie zahlreichen Fotos ab 1894 die Erforschungs- und Erschließungsgeschichte der Höhle. Ein Schwerpunkt ist die Darstellung der Höhle in farblich gestalteten Grund- und Aufrissplänen sowie in dreidimensionalen Graphiken, die in einen beleuchteten und drehbaren Würfel eingebunden sind.
Zum besseren Verständnis der Zusammenhänge ist ein 4 m langer geologischer Schnitt von Holzmaden über das Filstal bei Wiesensteig und Laichingen bis nach Blaubeuren zur Blauhöhle konstruiert worden. In ihm sind nicht nur die einzelnen Gesteinsschichten der Alb eingezeichnet, sondern auch der Verlauf des Grundwasserspiegels sowie die bekannten größeren Höhlen, die - obwohl teilweise mehr als 1 km lang und bis zu 90 m tief - nicht mehr als kleine "Wurmfortsätze" sind und im großen Karstkörper des Weissen Juras verschwindend klein erscheinen.
| Veranstaltungen | Jugendgruppe | Exkursionen | Jahrestagungen | Presse | RÜB-Schacht | ||
| Hauptseite | GeoPark | Verein | Tiefenhöhle | Höhlenmuseum | Karstwanderweg | Weberei- und Heimatmuseum | ||
| Letzte Änderung Webdesign: Jochen Duckeck, © Höhlen- und Heimatverein Laichingen. | ||