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| Bild: Höhleneingang in der Nähe von Lumshnong. Bild von Thilo Müller. |
Ein Arbeitsschwerpunkt lag im Lukha Tal (100-200 m N.N.), cirka zwei bis drei Wegstunden vom Basislager weg, wo die ersten 10 Tage ein Außenlager eingerichtet wurde.
Dort konnten die Höhlen Pielklieng Pouk und Sielkan Pouk zusammengehängt und etwa 6 Kilometer Neuland (GGL jetzt ca. 9,6 km) vermessen werden. Dabei handelt es sich um eine gigantische Flußhöhle mit zahllosen Sinterbecken, langen Seen (=Schwimmstrecken) und einer enormen Fledermauskolonie (geschätzt 1 Mio. Tiere). Weitere Höhlen im Lukha Tal konnten bearbeitet werden.
Die Arbeit um Lumshnong herum konzentrierte sich auf die Höhle Synrang Pamiang, die im letzten Jahr bis auf 6,2 km GGL erforscht werden konnte, jedoch mit großen Fragezeichen verlassen werden mußte. In dieser ebenfalls sehr großen Flußhöhle konnten in einer erfolgreichen Serie von Vorstößen etwa 8 km Neuland vermessen werden, wobei vier neue Eingänge die Erforschung entscheidend erleichterten. Damit ist die Synrang Pamiang mit einer GGL von etwa 14 km die zweitlängste Höhle des indischen Subkontinents und mit ca. 310 m Höhenunterschied die tiefste Höhle.
Der Hauptgang der Höhle besteht aus einem etwa 10 km langen, mehrere Meter breiten Canyon, der Höhen von 20-30 Metern aufweist. Zwei Zuflüsse erreichen annähernd die Dimensionen des Hauptgangs. Dieser wird im oberen Bereich offenbar von fossilen Passagen überlagert, in die einzusteigen jedoch nur im Unterlauf und im Oberlauf der Höhle gelingt. Der fossile Gang ist hier etwa 20 Meter breit und hoch und gewinnt durch seine Geometrie und Gesteinsbeschaffenheit eine scheinbar noch größere Dimension. Hausgroße Versturzbrocken, meterhohe Sinterberge, Sinterperlen in jeder Größe und Kalzitkristalle machen die "Titanic Hall" zu einem Höhepunkt der Höhle.
Einige Energie wurde in einen Zusammenschluß der Krem Umsynrang (Krem=Höhle) mit der Synrang Pamiang gesteckt, da beide Höhlen nur wenig voneinander entfernt liegen. Leider gelang dies nicht, immerhin ist die Krem Umsynrang auf etwa 5,5 km angewachsen. Weiterhin waren noch Höhlen mit Längen von 20-1000 Metern Ziel der Arbeit um Lumshnong.
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