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| Bild: Ansicht von Süden. |
Es ist äußerst schwierig die komplexe Struktur der Laichinger Tiefenhöhle mit einem normalen Höhlenplan darzustellen. Sowohl der Besucher als auch der Höhlenforscher tut sich schwer, sich zu orientieren. Im Grundriß überlappen sich die verschiedenen Stockwerke, im Aufriß verdecken sich die Schächte gegenseitig.
Mit der Entwicklung der Computertechnik entstand auch Software zur Erfassung und Darstellung von räumliche Daten. So können die ursprünglichen Vermessungsdaten als Skelett des Höhlenkörpers digital verarbeitet werden. Ergänzt man nun noch die Größe und ungefäre Form der Gänge und Hallen, erhält man die Beschreibung von räumlichen Körpern.
1982 bis 1985 entwickelte Martin Wittram aus den Vermessungsdaten eine dreidimensionale Volumendarstellung der Tiefenhöhle. Sie ermöglicht die Raumprojektion in Ansichten aus verschiedenen Himmelsrichtungen.
Ein von innen beleuchteter Würfel aus Glas enthält an allen vier Seiten jeweils eine Computergrafik des Höhlenmodells auf einem Großdia. Diese vier Ansichten aus den vier Himmelsrichtungen erlauben dem Besucher, einfach durch herumgehen, die Höhle aus allen (vier) Richtungen zu betrachten.
Wer sich dabei etwas Zeit läßt, und die Bilder auf sich wirken läßt, wird feststellen, daß er Zusammenhänge erkennt, die am normalen Plan nicht sichtbar waren. Menschen mit gutem räumlichen Vorstellungsvermögen, bekommen nach einiger Zeit sogar den Eindruck eines räumlichen Körpers.
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