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Entdeckung der Laichinger Tiefenhöhle


Bild: Johann Georg Mack.

Der Laichinger Sandgräber Johann Georg Mack (03.10.1849 - 15.04.1897) - im Ort als Sandmack bekannt - schnitt im Herbst des Jahres 1892 beim Schürfen nach Dolomitsand zufällig eine bis knapp unter die Erdoberfläche reichende Spalte an, die sich als Einstieg in die Laichinger Tiefenhöhle erwies.

Bild: Ansicht der Ausstellung zur Entdeckung der Laichinger Tiefenhöhle.
Aufnahme: Jochen Duckeck

Nach Erweiterung des Einstiegsschachts war Macks Sohn Ulrich der Erste, der am Seil gesichert in die Höhle hinabkletterte und bis auf 40 m Tiefe zur Großen Halle vorstieß.

Die Entdeckungsgeschichte ist natürlich recht spannend, und auch wenn diese Version lediglich auf mündlicher Überlieferung basiert, ist sie doch recht unterhaltsam:


Eines Tages hatte der Sandmack einen großen Haufen Sand ergraben und wollte diesen am nächsten Tag mit dem Wagen nach Laichingen fahren. Doch als er am nächsten Tag wiederkam, war des Sandhaufen spurlos verschwunden. Er dachte natürlich an Diebstahl und übernachtete in der folgenden Nacht auf seinem Tagwerk.

Doch sehr bald stellte er fest, daß der Sand verschwand, ohne daß Räuber aufgetaucht waren. Da lag es nahe, daß der Sand in einer Spalte verschwunden war, die er bei seinen Grabarbeiten angeschnitten hatte.

Er erweiterte die Spalte und schickte seinen Sohn Ulrich auf Erkundung, da dieser der einzige war, der schlank und klein genug war, die enge und unregelmäßige Spalte zu befahren. Dabei wurden große Hohlräume entdeckt, aber die zwei verschwunden Sandhaufen wurden bis heute nicht wiedergefunden!