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Höhlen sind "Lesebücher der Erdgeschichte"



Bild: Das Sedimentmodell
Aufnahme: Jochen Duckeck

Die Bedeutung von Höhlen und deren Inhalt für die Rekonstruktion von Leben und Umwelt im Eiszeitalter

Höhlen sind "Lesebücher der Erdgeschichte". Sie berichten vor allem aus der jüngsten erdgeschichtlichen Vergangenheit, dem Eiszeitalter (Pleistozän) und der Nacheiszeit (Holozän). Die einzelnen Seiten dieser Lesebücher werden von den Ablagerungen in den Gängen, Schächten und Hallen einer Höhle gebildet. Die Schichten solcher Sedimente aus Geröll, Lehm, Sand, Versturz, Frostschutt und zwischengeschalteten Sintergebilden dokumentieren wie in einem natürlichen Kalender verschiedene in der Vergangenheit abgelaufene Prozesse innerhalb der Höhle, aber auch weit außerhalb auf der Karsthochfläche.

Die Geschichte beginnt....

In einer erdachten Höhle auf der Schwäbischen Alb werden seit vielen Jahren wissenschaftliche Grabungen durchgeführt. Das nebenstehende Sedimentprofil, das die Wissenschaftler schichtweise geöffnet haben, kann folgende Geschichte über Ereignisse und Umweltbedingungen in der erdgeschichtlichen Vergangenheit erzählen.


Die etwa 1 m mächtigen Ablagerungen zeigen eine markante Gliederung. Beim Ausgraben werden die Schichten von oben nach unten fortlaufend mit 1 bis 6 bezeichnet. Ihre Beschreibung erfolgt aber chronologisch, also von unten nach oben, in der Reihenfolge der Bildung.