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Vom Messzug zum Höhlenplan

Am Zeichenbrett


Bild: Wichtige Signaturen für Höhlenpläne.

Für die weitere Planzeichnung dient ein Ausdruck der Messzüge. Auf dieser Grundlage wird ein Bleistiftentwurf und später eine Reinzeichnung mit Tusche (heute zunehmend auch mit CAD-Programmen) gefertigt.


Große Höhlensysteme werden zur besseren Handhabung in Atlasblätter aufgeteilt.

Atlas des Kot Sati Höhlensystems

Das dargestellte Höhlensystem liegt im indischen Unionsstaat Meghalaya. Es wurde von vier britischdeutschen Expeditionen, bei denen auch Mitglieder des Höhlen- und Heimatvereins Laichingen beteiligt waren, von 1994 bis 1998 vermessen. Die Planerstellung der Atlasblätter erfolgte durch Herbert Daniel Gebauer (Schwäbisch Gmünd) unter Zuhilfenahme des Programms Toporobot.


Durch Zusammenschluss der Höhlen Krem (=Höhle) Kot Sati, Krem Um Lawan und Krem Um Shor entdeckten die Expeditionen ein Höhlensystem von 22 Kilometer Länge. Vorher waren nur kurze Eingangsteile der Höhlen bekannt.


Die Höhle ist im Maßstab 1: 2.000 dargestellt. Die Expeditionen hatten vorrangig zum Ziel, das komplette Höhlensystem zu erfassen. Alpine Riesenhöhlen werden im Allgemeinen im Maßstab 1:500 oder 1:1.000 dargestellt, die kleineren Höhlen der Mittelgebirge in 1:100 oder 1:200. Dies ermöglicht eine viel detailreichere Darstellung.