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Winterverschluss von "Fledermaushöhlen"


Bild: Anzahl überwinternder Fledermäuse Schillingshöhle (Schwäbische Alb)
Daten nach A. und R. Nagel

Mit dem Beginn gezielter Schutzmaßnahmen ab den frühen 80er Jahren - wie dem Verschluss einiger Albhöhlen im Winterhalbjahr - zeigt sich im Fledermausbestand eine positive Entwicklung. In der Schillingshöhle bei Hohenwittlingen in der Nähe von Bad Urach wurde bereits 1982 ein Fledermaustor eingebaut, das die Höhle vom 15. November bis 15. April geschlossen hält. Durch den Verschluss hat sich die Zahl der überwinternden Fledermäuse zunächst nicht mehr weiter verringert.

In den Folgejahren erhöhte sich die Zahl der in der Schillingshöhle überwinternden Tiere um ein Vielfaches. Das ausgestellte Fledermaustor ist das Originaltor, das 1982 zum alljährlichen Verschluss eingesetzt und einige Jahre später durch ein leichteres und handlicheres Tor ausgewechselt wurde.


Schlage nichts tot außer deiner Zeit !

Kill nothing but time !


Hinterlasse nichts außer deinen Fußspuren !

Leave nothing but footprints !


Nimm nichts mit außer Eindrücke !

Take nothing but pictures !


Leitspruch amerikanischer Höhlenforscher zum Jahr des Höhlenschutzes 1975

Bild: Das Fledermaustor der Schillingshöhle bei Hohenwittlingen.
Aufnahme: Jochen Duckeck

Höhlenschutz

Bild: Originalschild der Schillingshöhle bei Hohenwittlingen.
Aufnahme: Jochen Duckeck

Höhlen sind ein Teil der Natur. Dies allein ist Grund genug, Höhlen bei Begehungen möglichst in unverändertem Zustand zu erhalten. Sie sind ein hochwertiges Schutzgut, weil sie als spezielles ökosystem für zahllose Kleinlebewesen Lebensraum bieten.


Höhlen sind aber auch Archive für vergangenes Leben. Sie enthalten sowohl Belege für menschliche Besiedlung als auch für die Nutzung durch längst ausgestorbene Lebewesen.


Schließlich sind in Höhlen wichtige Zeugnisse einer Jahrmillionen dauernden Entwicklung der Landschaft konserviert. Damit stellen Höhlen neben Biotopen auch wichtige Geotope dar.


Die in Vereinen und Verbänden organisierten Höhlenforscher halten bei der Befahrung der Höhlen freiwillig auferlegte Regeln ein. Das Verantwortungsbewusstsein jedes einzelnen Höhlenforschers und Höhlengängers gegenüber dem Objekt Höhle bildet den besten Schutz.