Es sind die Fledermäuse! In keiner anderen Säugetierordnung sind solche Lebens- und Verhaltensweisen vereint. Eine weitere Fähigkeit, die allerdings nicht nur von Fledermäusen entwickelt wurde, ist genauso faszinierend: ihre Anpassung an ungünstige klimatische Bedingungen im Jahresverlauf. Fledermäuse in höheren Breiten suchen nämlich in der kalten Jahreszeit, in der kaum Nahrungserwerb möglich ist, Höhlen, verlassene Bergwerke oder auch tiefe Keller zum Winterschlaf auf. Im Frühling verlassen sie diese wieder und nutzen als Tagesschlafplätze Dachböden, Mauerspalten oder hohle Bäume. In der Dämmerung und nachts sind sie aktiv und jagen nach Insekten.
Im Laufe der Evolution hat eine Spezialisierung stattgefunden, denn die verschiedenen Arten, in Deutschland sind es 22, beanspruchen unterschiedliche Lebensräume, z. B. Laubwälder, Obstgärten oder freie Wasserflächen. In den Sommermonaten leben die Geschlechter in der Regel getrennt. Die Weibchen bilden Sommerkolonien, die sogenannten Wochenstuben. In ihnen bringen sie ihre Jungen zur Welt. Im Herbst lösen sich die Wochenstuben auf und die Tiere wechseln in ihre Winterquartiere.
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