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Das Höhlenleben wird erforscht


Bild: Der Nahrungskreislauf in der Höhle
Bild: Höhlenbiologe bei der Arbeit.
Aufnahme: Yvo Weidmann

Der Nahrungskreislauf in der Höhle

Da es in der Höhle kein Sonnenlicht gibt, fehlen die grünen Pflanzen als sogenannte Primärproduzenten. Die für den Nahrungskreislauf notwendige Biomasse kann also nicht in der Höhle selbst produziert werden, sondern wird von außen als überwiegend totes organisches Material durch Tropfwasser, Höhlenbäche, Wind, Tageslichtschächte und Tiere in die Höhle eingetragen. Totes organisches Material wird von den Zersetzern gefressen, die wiederum Beute der Räuber werden. Räuber und Zersetzer werden letztendlich ebenfalls zu totem organischem Material, so dass sich der Kreislauf wieder schließt.



Bild: Ein Reh ist in eine Höhle gestürzt.
Aufnahme: Robert Winkler

Die Arbeit des Höhlenbiologen

Höhlen bieten für Biologen und Ökologen ein interessantes Betätigungsfeld. Hier lassen sich Besiedlungsvorgänge studieren, und aufgrund des geringen Arteninventars können Wechselwirkungen zwischen den unterschiedlichen Tierarten gut untersucht werden. Weil die Höhlenbiologie noch eine recht junge Wissenschaft ist, werden bei eingehenden Erhebungen in Höhlen regelmäßig neue Arten, meist Insekten, Krebsoder Spinnentiere, entdeckt.


Man findet die Höhlenbewohner am besten, wenn man Köder, z.B. tote Schnecken oder verschimmelten Käse, auslegt und Tage später nach Höhlentieren absucht.

Ein Reh ist in eine Höhle gestürzt. Die Überreste seines verwesten Körpers zeichnen noch deutlich die Körperform nach. Die weißen Flecken sind Pilze, welche auf den Knochen wachsen. Solche verunglückten Tiere gehören mit zum Motor, der den Nahrungskreislauf in der Höhle in Gang hält.