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Die Höhle als Lebensraum

Übergangsregion


Die Übergangsregion und ihre Bewohner

Zwischen der Eingangsregion und der Tiefenregion befindet sich eine Zone, in welcher noch jahreszeitliche Temperaturschwankungen feststellbar sind. Die bis hier hin eindringende Lichtmenge reicht nicht mehr aus, um das Wachstum von höheren grünen Pflanzen zu ermöglichen.


Für viele Tierarten sind die Höhlen wichtige Überwinterungsquartiere. Die meisten dieser Überwinterer halten sich in der Übergangsregion auf. Hier trifft man auf Vertreter sehr unterschiedlicher Tiergruppen, zum Beispiel auf die zu den Nachtfaltern gehörenden Schmetterlinge Zackeneule (Scoliopteryx libatrix) und Olivbrauner Höhlenspanner (Triphosa dubitata), außerdem auf Amphibien, wie den Feuersalamander (Salamandra salamandra) und den Grasfrosch (Rana temporaria), sowie auf Fledermäuse.

Bild: Köcherfliegen-Präparat.
Aufnahme: Jochen Duckeck

Bemerkenswert sind auch sogenannte Übersommerer. Das sind Tierarten, welche die warme Jahreszeit an feuchten, kühlen Orten verbringen.


Die hier beschriebenen Tiere suchen die Höhle nur zu einem bestimmten Zweck auf. Sie sind nicht in der Lage, ständig in der Höhle zu leben, da sie dort weder Nahrung finden noch sich fortpflanzen können. Diese reinen Höhlennutzer werden als Subtroglophile oder Höhlengäste bezeichnet. Die bekanntesten Vertreter dieser Gruppe sind die Fledermäuse.

Köcherfliege

Zu den Übersommerern gehört die Köcherfliege Stenophylax permistus, die in den Monaten März bis September die Höhlen aufsucht.