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| Bild: "Kleine Naturbrücke" im Naturpark Rakov Skocjan (Slowenien) Aufnahme: Wolfgang Ufrecht |
Das Altersstadium einer Höhle ist erreicht, wenn Versturzvorgänge die ursprünglichen Raumformen verändern oder gar Höhlenteile zusammenstürzen. Bei geringer Überdeckung können sich Hohlräume durch Nachbrechen der Decke nach oben bis zur Oberfläche verlagern und dort einen Einsturzkessel bilden. Für die Vergänglichkeit von Höhlensystemen sind Höhlenruinen und Naturbrücken markante Zeugen.
Die Frage nach dem Alter und der Lebensdauer von Höhlen wird oft gestellt. Sie ist nicht in absoluten Werten zu beantworten, in vielen Fällen lässt sich nur ein Zeitrahmen für die Höhlenbildung angeben.
Die Höhlen sind einerseits jünger als das Muttergestein und die Klüfte, an denen die Hohlräume orientiert sind. Sie sind andererseits älter als die Sedimente und Sinter, die in ihnen gebildet wurden. Zwischen der fluss- und landschaftsgeschichtlichen Entwicklung eines Gebiets und dem Fortschreiten der Verkarstung bestehen enge Beziehungen. Zeitmarken aus der Fluss- und Landschaftsgeschichte sind somit auf die Höhlen übertragbar, was oft eine weitere Eingrenzung des Höhlenalters ermöglicht.
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