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| Bild: Wasserfallstrecke in der Falkensteiner Höhle
(Schwäbische Alb) Aufnahme: Wolfgang Ufrecht |
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| Bild: Höhlenbach in der Falkensteiner Höhle (Schwäbische Alb) Aufnahme: Max Wisshak |
Das Reifestadium wird erreicht, wenn mit der allmählichen Tieferlegung des Karstwasserspiegels Höhlengänge bereichsweise trocken fallen. Wasser kann in Luft erfüllten Hohlräumen als Höhlenbach fließen (vadose Phase). Die schleifende Wirkung von mitgeführtem Geröll führt zu mechanischer Raumerweiterung (Erosion). In Strudeln bilden sich Bodenkolke. Fließfacetten an den Wänden lassen nicht nur die Existenz eines Höhlengewässers erkennen, sondern auch dessen Fließrichtung. Wechselnde Transportenergie der Höhlengewässer sorgt für die Ablagerung von Sedimenten bis hin zur vollständigen Plombierung ganzer Höhlenteile.
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| Bild: Fließfacetten Aufnahme: Jochen Duckeck | ||
Kleine muschelförmige, richtungsabhängige Vertiefungen an den Höhlenwänden, die im turbulent fließenden Wasser korrosiv entstehen, nennt man Fließfacetten. Sie sind typische Formen der vadosen Zone.
Die Größe einer Facette hängt von der Fließgeschwindigkeit ab. Je schneller das Wasser fließt, desto kleiner werden die Facetten. Fließfacetten zeigen aber nicht nur die Fließgeschwindigkeit an, sondern auch die Strömungsrichtung. Sie sind daher für die Rekonstruktion des fossilen Entwässerungssystems im Karst von großer Bedeutung.
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