Höhlenliteratur
Liteartur mit Höhlenbezug gibt es zuhauf, Literatur bei der Höhlen die Hauptrolle spielen schon weniger.
Im Folgenden wollen wir einige Bücher vorstellen, die einen besonderen Bezug zu den Höhlen der mittleren Schwäbischen Alb haben.
- Christine Lehmann (2005):
Höhlenangst,
Argument Verlag Hamburg, 2005, 322 Seiten, Taschenbuch, ISBN: 388619891X.
Ein Krimi aus einer kleinen Reihe über Lisa Nerz, eine ambitionierte Stuttgarter
Journalistin, die sich mit ihren Recherchen in die Ermittlungen von Polizei und
Staatsanwaltschaft einmischt.
Durch ihre Beziehung zu einem Staatsanwalt kommt es zu weiteren Verwicklungen.
Als dieser auf die Schwäbische Alb verschwindet fährt sie ihm nach,
Während ihrer Suche entdeckt sie in einer Höhle eine Leiche die jedoch
verschwindet bevor sie geborgen werden kann.
Während sie von allen für eine Spinnerin gehalten wird, beginnt sie mit ihren
Ermittlungen.
Das Buch besticht, sobald man sich an den Erstählstil gewöhnt hat, vor allem
duch seine gelungene Beschreibung der Alb.
Neben den Höhlen wird auch ein Besuch auf dem Laichinger Pfingstmarkt
beschrieben, der diesen sehr treffend wiedergibt.
Definitiv eine spannende Lektüre für eine Alb-Reise.
- Felix Huby, Eberhard Hungerbühler (1985):
Bienzle und die Schöne Lau,
Fischer (Tb.), Frankfurt, November 2005, ISBN: 3596169496.
Der erste Bienzle Tatort spielt im malerischen Blaubeuren, ein Höhlentaucher
ist im Blautopf ertrunken.
Bienzle reist nach Blaubeuren um zu untersuchen, ob der Tod ein Unfall oder
ein Mord war.
Die Beschreibung von Blaubeuren und seinen kulturellen und Naturschönheiten
ist sehr gelungen.
Der Blautopf-Tatort war ein hervorragender Einstand für den neuen schwäbischen
Komissar, der sich inzwischen in einigen weiteren Folgen bewährt hat.
- Hans Binder, Herbert Jantschke (2003):
Höhlenführer Schwäbische Alb,
Drw, 286 Seiten, 7., vollst. überarb. u. erg. Aufl. Juni 2003, ISBN: 3871814857.
Ein einmaliges Werk, eine so umfassende und detaillierte Beschreibung von
Höhlen gibt es für kein anderes Karstgebiet in Deutschland.
Für viele Höhlen werden Informationen wie Höhe über dem Meer, Länge und
Tiefe angegeben.
Dazu kommt eine kurze Beschreibung und auch Bemerkungen über den Schwierigkeitsgrad.
Sicherlich ein unentbehrliches Nachschlagewerk für Wanderungen auf der
Schwäbischen Alb.
Durch das handliche Format und den stabilen und widerstandsfähigen Einband
kann man das Buch bequem auf die Wanderung mitnehmen.
- Ernst W. Bauer, Petra Enz-Meyer (2005):
Hinter der blauen Mauer. Bilder von der Schwäbischen Alb,
Theiss, 143 Seiten, ISBN: 3806219729.
Die blaue Mauer ist die Alb, ein Begriff den viele Einheimische nicht kennen.
Gemeint ist der gewaltige, oft felsige Albtrauf, der von weitem wie eine Mauer
wirkt, und durch den Dunst eine bläuliche Farbe annimmt.
Der Begriff wurde von Mörike geprägt, der am Albtrauf, in Ochsenwang lange Jahre eine
Pfarrstelle hatte.
Das Buch faßt in gewisser Weise viele Interessen von Herrn Bauer zusammen, das Interesse
für die Alb, ihre Höhlen, ihre Landschaft, ihre Natur und ihre Menschen.
Sicherlich eines der besten Bücher über die Alb, wenn man sich einen generellen
Überblick erschaffen möchte.