Der Begriff Kirchenburg bezeichnet heute das gesamte Enseble oder stellvertretend die 1555 erbaute Wehrmauer.
Der Zugang erfolgte früher von Süden von der Weite Straße her, durch einen Torturm.
Eine zweite Mauer, deren Reste im letzten Jahrhundert abgerissen wurden, bildete einen Zwinger, wie dies im Mittelalter
für Burgen und Stadttore üblich war.
Die Wehrmauer mit Torturm wurde als Befestigung zum Schutz von Fuhrwerken, zum Beispiel wertvollen Salztransporten, die bei ihrem Weg über die Alb durch Laichingen kamen, angelegt. Durch Umbaumaßnahmen kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg entstand im Bereich des Torturms der großräumige Gang, wie man ihn noch heute sehen kann. Hier konnten bis zu drei Fuhrwerke für die Nacht untergestellt werden.
Die alte Wehrmauer hatte ursprunglich auf ihrer ganzen Länge einen hölzernen Wehrgang mit Schießscharten. 1828 wurde der obere Teil der Wehrmauer abgetragen, wahrscheinlich war er baufällig.
Im Inneren der Burg war neben der Kirche noch der Friedhof untergebracht. Er wurde bereits 1873 in die Olgastraße verlegt, ist aber heute noch an einigen erhaltenen Grabsteinen zu erkennen.
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