Daniel Mangold wurde im Jahre 1853 in einem kleinen Weberhaus geboren und ist unter dem gleichen Dach 1935 gestorben. Was diese 82 Jahre an Entsagung und Leid bergen, beinhalten seine Gedichte. Die meisten seiner Verse hat er zu seinem eigenen Trost aufgeschrieben.
Daniel Mangold war ein Weber, wie es viele in Laichingen gab. Er gehörte zu denen, die ihr Brot in einer für das Weberhandwerk ungünstigen Zeit mit unendlichem Fleiß und in großer Armut verdienen mußten. In der Jugend drängte es ihn auf eine andere Bahn, aber die Armut seines Vaters gestattete es ihm nicht, einem geistigen Beruf nachzugehen. Einige Zeit in Tübingen, kehrte er wieder nach Laichingen zurück, um das elterliche Anwesen zu übernehmen.
Alles was er dichtend schuf, mußte er heimlich tun, erst in späterer Zeit fand er Anerkennung. Sein Umfeld, geprägt durch eine gewisse Engstirnigkeit, akzeptierte seine dichterische Arbeit nicht. Seine Frau benutzte die Gedichte, um damit Feuer anzuzünden. So kommt es, daß nur ein sehr kleiner Teil seiner Werke erhalten blieb.
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