Rundgang durch das Weberei- und Heimatmuseum

Weben mit dem Handwebstuhl

Bild: Zettelrahmen.
Bild: Handwebstuhl.

Das Garn mußte dann nochmals auf besondere Spulen für Kette (=Längsfäden) und Schuß (= Querfäden) umgespult werden. Die Zettlerin ließ die Spulen vom Gatter auf den Zettelrahmen ablaufen. Hier entstand der Zettel oder die Kette, der an den Webstühl angeknüpft oder, wie man früher sagte, angedreht wurde.

Die Handwebstühle, die wir im Heimatmuseum finden, waren lange Zeit hindurch in Gebrauch, und noch vor 80 Jahren soll es in Laichingen 400 solcher Webstühle gegeben haben. Sie wurden von Hand, meist aus sehr altem Holz, hergestellt.

Der Webstuhl hat einige bewegliche Teile, die gut und möglichst leich ineinander laufen mußten. Da war es natürlich extrem wichtig, daß das Holz nicht mehr arbeitete. Das ausgestellte Exemplar besteht, leicht erkennbar, aus Eichenbalken eines Fachwerks. Nach einigen Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten als Teil einer Wand war das Holz besonders gut abgelagert.