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| Bild: Riffel zum lösen der Fruchtkapseln. |
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| Bild: Brechstuhl. |
Bei einem Rundgang durch die Webabteilung läßt sich die Arbeit des Webers, die mit der Bearbeitung des Flachses beginnt, bis zum fertig gewobenen Leinwandstück gut beschreiben, da alle Geräte dort gesammelt wurden.
Der Flachs wurde früher in Laichingen selbst angebaut, reichte aber in späteren Zeiten bei der zunehmenden Herstellung von Leinwand nicht mehr aus, so daß die Weber, wenn sie ihre Waren in Ulm und später in Urach ablieferten, noch zusätzlich Flachs einkaufen mußten.
Die Flachsfasern wurden früher auf folgende Weise gewonnen: Sobald die Stengel des Flachses anfingen, gelb zu werden, raufte man die Pflanze aus dem Boden, sie wurde also nicht abgeschnitten. Die kugeligen Fruchtkapseln löste man mit der Riffel (einer Art Kamm) vom Flachsstengel, man sprach bei dieser Arbeit vom Riffeln.
Die Pflanzen wurden ins Wasser gelegt oder einige Wochen lang Regen und Tau ausgesetzt. Die durchfeuchteten Pflanzenteile faulten bald, so daß sich die Flachsfasern loslösen ließen. Jetzt mußten die Stengel getrocknet und anschließend im Brechstuhl gebrochen werden, d.h. das mürbe gewordene Holz wurde dabei in kleine Stücke zerbrochen.
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