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| Bild: historische Aufnahme, ein Weber in der Dunk. |
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| Bild: ein Detail des typischen Handwebstuhls. |
Die Dunken, Werkstätten der einstigen Weber, waren im Keller unter der Wohnstube eingerichtet und von dieser durch eine Falltüre zu erreichen. Die Webstühle alter Bauart, noch hergestellt bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts, waren darin aufgestellt. Diese unterirdischen Räume waren nicht beheizbar und wurden mit Petroleumlampen beleuchtet; ihre Höhe betrug 1,7 - 2 Meter. Die gleichbleibende Luftfeuchtigkeit von ca. 72% war der Leinwand zuträglich.
Weberkeller dieser Art gab es in mehreren europäischen Ländern, zum Beispiel in Holland, Belgien und Frankreich. In Deutschland waren sie schon in der Zeit um Christi Geburt im Gebrauch. Die Römer Plinius d.Ä. (23-99 n.Chr.) und Tacitus (50-116 n.Chr.) berichteten von unterirdischen Gruben, in denen gewebt wurde und die zur besseren Erwärmung mit Dung überdeckt waren.
Mehrere Sprachforscher schreiben die Herkunft des heutigen Mundartworts Dunk dieser Gepflogenheit zu. Das Wort wurde früher, im Mittelhochdeutschen, allgemein gebraucht. Auch im Altfranzösischen gibt es eine Abart, dongeon, den Turm, in dem die Frauen webten. Heute ist es nur noch in Mundarten zu finden. Es ist verwandt mit dem Zeitwort dunken = tunken = tauchen, unter die Erde gehen. Auch eine Verwandschaft zum englischen Wort dungeon (Kerker, Verlies) liegt nahe.
Bis nach dem 2. Weltkrieg waren in Laichingen noch einige Dunken mit Webstühlen erhalten, auf denen noch gewoben wurde.
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